Legalisieren aus Vernunft – Günter Amendt – Die Linke im Römer

Covergrafik Legalisieren aus Vernunft - Guenter AmendtMedienprojekt PSI-TV präsentiert eine Dokumentation des Referates „Legalisieren aus Vernunft“ von Günter Amendt vom 23. Februar 2011 im DBG-Haus in Frankfurt am Main. Veranstaltet wurde es von Die Linke im Römer. „Die Prohibition ist gescheitert!“ Dies ist die Arbeitsthese von Günter Amendt, die er an diesen Abend weiter ausgeführt hat.

Über den Referenten

Günter Amendt (* 8. Juni 1939 in Frankfurt am Main; † 12. März 2011 in Hamburg) war ein deutscher Sozialwissenschaftler und Autor. Er befasste sich vor allem mit den Themen Sexualität und Drogen.

Als „prägende Erfahrung“ seiner Jugend und Beginn seiner Politisierung bezeichnete Amendt Probleme mit der Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer in den 1950er Jahren. Als Student betätigte er sich politisch: zunächst im Sozialistischen Deutschen Studentenbund, nach dessen Auflösung in der neu gegründeten Deutschen Kommunistischen Partei.

Amendt wurde 1972 in Gießen mit einer empirischen Untersuchung zum Sexualverhalten von Jugendlichen in der Drogensubkultur promoviert. In den 1970er Jahren war Amendt freier Mitarbeiter der damaligen Abteilung für Sexualforschung (heute: Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie) im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und gehörte dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung an. Aus dieser Zeit stammen seine bekanntesten Bücher Sex-Front (seit 1970 mehr als 500.000 Exemplare) und Das Sex-Buch (1979). Amendt bezeichnete sich selbst als „einen Mann, der aus seiner Homosexualität keinen Hehl macht“.

Anfang der 1990er Jahre zog sich Amendt aus der sexualwissenschaftlichen und sexualpolitischen Diskussion zurück. Die Schwerpunkte seiner späteren Arbeit waren Drogenpolitik und das sogenannte Drogenproblem. Er arbeitete als Therapeut in einer Hamburger Drogenklinik und veröffentlichte mehrere Bücher zum Thema. Er war ein Kritiker der Keine-Macht-den-Drogen-Kampagne.

Für den Hörfunk schrieb er zahlreiche Radio-Features, Hörspiele und Essays, zum Beispiel die dreistündigen Lange Nacht zum Sechzigsten von Bob Dylan (Juni 2001) und Die Lange Nacht vom LSD (März 2008) – beide vom Deutschlandfunk ausgestrahlt. Im Jahre 2002 las Amendt, gemeinsam mit dem Schauspieler Martin Semmelrogge und dem Musiker Smudo, den 1971 von Hunter S. Thompson geschriebenen Roman „Fear and Loathing in Las Vegas“ ein, später auf Lesetour durch Deutschland.

Günter Amendt wohnte und arbeitete in Hamburg. Dort kam er am 12. März 2011 ums Leben, als er zusammen mit anderen Personen auf dem Gehweg von einem Auto erfasst wurde.

gekürzt, aus Wikipedia: Günter Amendt

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