Druidenfuss und Hexensessel – Magische Pflanzen im Palmengarten

Thumbnails der Videodokumentation Druidenfuss und HexensesselDruidenfuss und Hexensessel – Eine Dokumentation der Führung durch die Ausstellung Magische Pflanzen im Palmengarten Frankfurt. Die Ausstellung fand vom 29. Oktober 2004 bis 13. März 2005 in der Galerie am Palmenhaus Frankfurt am Main statt.

Ewiges Leben, wundersame Heilung, Reichtum oder auch Liebe: all dies erreichen zu können war schon immer ein großer Traum der Menschen. So alt wie dieser Traum ist auch der Glaube, dass Pflanzen besondere Kräfte besitzen und damit die Macht haben, Wünsche zu erfüllen. In den Mythen der Griechen oder Germanen ebenso wie in Schriften über das Mittelalter tauchen immer wieder magische Pflanzen auf.

Pflanzen mit Zauberei zu verbinden ist uns heutzutage ziemlich fremd. Selbst die Esoteriker deuten ihre geheimen Kenntnisse eher in Fachwissen um. Doch einstmals, als biochemische Vorgänge noch weitgehend unbekannt waren, musste den Menschen allein schon die Lebensweise der Pflanzen mysteriös vorkommen. Man sah zwar, dass Blumen, Büsche und Bäume wachsen, konnte aber nicht erkennen, wie sie sich denn ernähren. Dass bestimmte Gewächse Rauschzustände auslösen, krank machen oder die Heilung fördern machte sie den Menschen erst recht unheimlich. Bis ins 19. Jahrhundert war in Europa der Glaube verbreitet, dass bestimmte Pflanzen mit einem Zauber behaftet seien, über geheime Kräfte verfügten oder mit unbekannten Mächten in Verbindung stünden.

Unsere Ausstellung „Druidenfuß und Hexensessel – Magische Pflanzen“ widmet sich diesem Thema und nimmt Sie mit auf eine botanische Reise der besonderen Art, die von der Antike bis in unsere Zeit führt. Wie Aphrodite den Granatapfel so erhielten bei den Griechen auch andere Götter pflanzliche Attribute. Der keltische Druide schnitt die Heil bringende und göttliche Mistel mit einer goldenen Sichel. Kräuterkundigen Frauen konnten sich angeblich mit Hilfe von „Flugsalben“ in die Lüfte erheben. Mit Opium berauschte oder vom Absinth trunkene Dichter beschworen während der Romantik die „Blaue Blume“. Noch heute glaubt mancher an sein besonderes Glück, sobald er nur ein vierblättriges Kleeblatt findet. Andere hoffen, beim Abzupfen der Blütenblätter eines Gänseblümchens etwas über die wahren Gefühle ihrer Angebeteten zu erfahren…

Durch die Ausstellung begleitet und spricht Dr. Hilke Steinecke, Biologin und Botanikerin. Aufgenommen von Sokratis und Tina.

Download der Dokumentation:

Wir haben hier verschiedene Formate zum Download zur Verfügung gestellt:

Online Video

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